Schon 1487 forderte Herzog Albrecht IV von jedem Braumeister einen Braueid, der ihn verpflichtet, dass er "zu dem Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser nehmen, dieses gewissenhaft sieden und nichts anderes da rein tun wolle noch durch jemannd anderen eine Beigabe gestatten solle".
Herzog Georg der Reiche erließ nur sechs Jahre spätereine umfassende Verordnung. Am 23. April 1516 erlißen die gemeinsam regierenden Herzöge Wilhelm IV und sein jüngerer Bruder Ludwig X in Ingolstadt das endgültige Reinheitsgebot für bayerisches Bier und damit wurde das berühmte Reinheitsgebot auf ganz Bayern ausgedehnt.
Wie das pier summer un winter auf dem
Land sol geschenckt und prauen werden
Von entscheidender Bedeutung ist dabei ein Satz: "Insbesondere wollen wir auch, dass fortan in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zum Bier nichts weiter verwendet werden soll als Gerste, Hopfen und Wasser"
Das Reinheitsgebot gilt noch sinngemäß heute im Deutschen Biersteuergesetz. Wie der Name schon sagt, geht es in diesem Gesetz um die Besteuerung von Bier und ist mit 490 Jahren eines der ältesten Lebensmittel-Richtlinien der Welt.
a Viertel macht gluschtig,
a Halbe macht warm,
a Liter macht lustig
und macht die net arm
Am 25. Januar 1883 hat unser Urgroßvater Franz Seraph Huber das Anwesen Nesselwang, Hauptstr. 19-20, mit Gastwirtschaft, Brauerei, Posthalterei und allen Liegenschaften käuflich erworben. Die Post-Brauerei ging am 1. Mai 1909 an seine älteste Tochter Therese über, die am 4. Mai 1909 den Bierbauer Karl Meyer, unseren Großvater, aus Regensburg heiratete. Am 27. März 1911 wurde unser Vater geboren. Zusammen mit seiner Gattin Else, geb. Mayr aus Augsburg, übernahm er die Post-Brauerei, die er von 1949 bis ins Jahr 1977 führte. Unser Vater verstarb am 27. August 1979.
Eine private Postbrauerei, die im Laufe der Jahre ihr Absatzgebiet auf das gesamte Allgäu ausdehnen konnte.
Der Umsatzschwerpunkt ist vor allem die Gastronomie, in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg durch den aufblühenden Fremdenverkehr an Bedeutung mehr und mehr gewonnen hat. Nahezu 100 "Wirte" stehen in guter und angenehmer geschäftlicher verbindung zu unserer Postbrauerei.
Es ist nicht unser Streben, möglichst viele Hektolieter durch die verschiedenen Abteilungen der Brauerei zu jagen, sondern viel mehr, den immer höher werdenden Ansprüchen eines verwöhnten Biertrinkers nachzukommen.
Der Brauerei-Gasthof Hotel Post in Nesselwang blickt auf eine lange Tradition seit 1650 zurück.