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Funkensonntag im Allgäu
Funkensonntag im Allgäu
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Der Funkensonntag im Allgäu!

von Karl Meyer am 29.1.2013

Der Funkensonntag hegt eine lange Tradition bei uns im Allgäu. Jedes Jahr wird am ersten Sonntag nach Aschermittwoch der sogenannte Funken abgebrannt.

Der Funkensonntag fällt jedes Jahr auf den ersten Sonntag nach Aschermittwoch, also auf den ersten Fastensonntag. Der Funken ist meist ein Strohfeuer oder ein großer aufgerichteter Holzturm, der nach Einbruch der Dunkelheit am Funkensonntag angezündet wird. Der größte Funken kann sogar eine Höhe von bis zu 30 Meter erreichen.

Am oberen Ende des Stroh- oder Holzturms wird eine Hexe, die sogenannte Funkenhexe (meist eine lebensgroße Puppe) platziert.

Gutes Omen, schlechtes Omen...

Nach einer feierlichen Ansprache werden dann bei Einbruch der Dunkelheit die Funken unter den Augen der Dorfbewohner angezündet, die alle auf die Explosion der Funkenhexe warten. Erreichen die Flammen die Hexenpuppe, explodiert sie laut schallend, was besonderes Glück verheißt. Fällt der Funken jedoch um, bevor die Hexe explodiert ist, ist dies ein schlechtes Omen. In diesem Fall wird die Hexe am darauffolgenden Sonntag in einer Zeremonie beerdigt.

Bereits am Samstag vor dem Funkensonntag wird mit dem Aufbau des Funkens begonnen. In der Nacht vor dem Sonntag passt dann eine Funkenwache auf, damit der Funke nicht frühzeitig von den Jungs aus den anliegenden Dörfern angezündet wird.

Der Ursprung des Funkensonntags ist bis heute unklar und hat viele mögliche Erklärungen. Zum einen erinnert es an die Oster- und Sonnenwendfeuer und steht für das Verbrennen des Bösen der Hexe am Ende des Winters, um die Kraft der Sonne zu stärken und Unheil abzuwenden. Zum anderen wird das Funkenfeuer mit den Fruchtbarkeitsriten und Brandopfern der Kelten in Verbindung gebracht.

Heute ist das Funkenfeuer ein geselliger Anlass. Besucher können sich vor allem auf Gaumenfreuden in Form von süßen "Funke-Kiechle" freuen, die zum Funkenfeuer einfach dazu gehören.

Schauen Sie doch einfach mal vorbei!

Herzlichst Ihr Karl Meyer