Ale
Helles englisches obergäriges Bier, stark gehopft und ziemlich bitter. Es enthält wenig Kohlensäure und wird nicht allzu kühl eingeschenkt.
Alkohol
In der Regel versteht man darunter Aethylalkohol (Ethanol). Die Hefe spaltet bei der Gärung Zuckerarten in Alkohol, Kohlenstoffdioxid und Wärme.
Alkoholfreie Biere
Der maximal zulässige Alkoholgehalt liegt bei 0,5 Vol.-Prozent, eine Groessenordnung, die sich auch in anderen Alkoholfreien Getränken nachweisen lässt. Alkoholfreies Bier wird entweder als Schankbier eingebraut (Stammwürze: 7,5%) mit anschliessender ganz kurzer Angärung (ober- oder untergärig) bei möglichst niedrigen Temperaturen, oder aber aus normalem Vollbier hergestellt und zwar durch möglichst schonenden Alkoholentzug mittels Osmose, Dialyse, Vakkumdestillation der Dunnschichtverdampfung. Es zeichnet sich aus durch sehr günstige ernährungsphysiologische Eigenschaften. Gut geeigent als Sportlergetränk, da zum Blutserum isotonisch bzw. hypotonisch (Biere mit gestoppter Gärung)
Alkoholgehalt
Der Alkoholgehalt eines Bieres ergibt sich aus seinem Stammwürzelgehalt. Während der Gärung verwandelt die Hefe einen Grossteil der Stammwürze zu Alkohol. Normale Vollbiere weisen einen Alkoholgehalt von 4,5 bis 5,0 Vol.-Prozent auf, Leichtbiere von 2,5 bis 3,0 Vol.-Prozent, alkoholfreie Biere von maximal 0,5 Vol.-Prozent. Bockbiere bringen es auf über 7,0 Vol.-Prozent.
Alt
Ein obergäriges Vollbier aus Gerstenmalz mit dunkler Farbe und betontem Hopfencharakter. Durch die Vergärung mit speziellen obergärigen Hefestämmen, zeichnen sich die Altbiere durch einen eher volleren und kräftigeren, hopfenbetonten Geschmack aus. Der Alkoholgehalt liegt im Rahmen der Vollbiere.
Anstellen
Zugabe von Hefe zur Bierwürzel, Beginn der Gärung.
Aperitif
Bier mit einem Schuss trockenem Sekt, eignet sich hervorragend als Aperitif.
Aromahopfen
Hopfen, der dem Bier weniger Bittere, dafür mehr Aroma verleiht.
Augustinus
Prediger der abendländischen Kirche (354-430); wurde von den bierbrauenden Mönchen zu ihrem obersten Patron und Bescützer erkoren.
Ausstoß
Nennt man die hergestellte Menge an Bier. Man spricht auch von einem jährlichen Bierausstoß.
Berliner Weiße
Ein obergäriges, helles, schwach gehopftes Schank-Bier mit hohem Kohlensäurengehalt. Es wird aus einem Gemisch von Gersten- und Weizenmalz bereitet. Man trinkt es gerne mit einem Schuss Himbeersaft oder Waldmeister aus großen Glaspokalen.
Bierarten
Untergärige und obergärige Biere.
Bierdeckel
werden von allen Brauereien als Untersetzer für Biergläser herausgegeben. In der Bundesrepublik werden jährlich etwa 2 Milliarden Bierdeckel verbraucht und zum Teil auch gesammelt.
Biergattungen
Man unterscheidet in Abhängikeit von der Stammwürze vier Biergattungen: Einfachbier (2,5-5,5%), Schankbier (7-8%), Vollbier (11-14%) und Bockbier (über 16%).
Bierinhaltsstoffe
Fertiges Bier besteht in erster Linie aus Wasser (880 bis 960g/kg). Neben dem Alkohol enthält es Kohlenhydrate, Aminosäuren, Mineralstoffe (1100 bis 2100 mg/kg), Vitamine, organische Säuren, Ballaststoffe, phenolische Verbindungen und Hopfenbitterstoffe in grösseren Mengen. Auf 40g Alkohol pro Liter kommen 40g nichtalkoholische Bestandteile pro Liter.
Bierkäse
heißt eine in Bier eingelegte Käsesorte.
Bierruhe
Dieses Wort drückt versöhnliche Gelassenheit und Zufriedenheit aus, bewahrt den passionierten Biertrinker vor überhitzter Reaktion.
Biersorten
In Deutschland sind rund 40 Biersorten auf dem Markt, wie z.B.: Hell, Pils, Export, Märzen, Kölsch, Alt,Weizen, Diät, Leicht, Bock, usw.
Biersuppe
Eine sehr beliebte Spetzialität.
Biertypen
In Deutschland: Pilsener, Dortmunder und Münchner Typ; ist abhängig von Wasser und Malz.
Bierwurst
Ist in allen Gegenden bekannt.
Bittere
Die Bittere des Bieres wird in erster Linie durch die Hopfensorte (Aroma- oder Bitterstoff-Hopfen) sowie durch die Menge und den Zeitpunkt der Dosage beim Würzekochen festgelegt. Gemessen wir die Bittere in Bittereinheiten. Normale Vollbiere bringen es auf 20 bis 22 Bittereinheiten, Pilsbiere auf 28 bis 36 Bittereinheiten.
Blume
Wird auch als Schaumkrone bezeichnet. Andere Namen sind Borte, Hut oder Kappe. Sie sollte fein und sahnig sein. Je frischer das Bier, desto schöner die Blume.
Bockbiere
Sind vor allem untergärige Starkbiere. Die Hauptsaisons sind Frühjahr und die Weihnachtszeit. Sie haben einen Stammwürzegehalt von über 16%. Der Alkoholgehalt liegt bei über 7 Vol.-Prozent.
Braugersten
Braugerste oder zweizeillige Sommergerste, sie eignet sich auf Grund ihres niedrigen Eiweißgehaltes am besten zum Brauen. Für das Brauen wird die Gerste in der Mälzerei vermälzt um sie zum Bierbrauen verwenden zu können.
Brauwasser
Der Brauer stellt an das Brauwasser höhere Anforderungen als die Trinkwasserverordnung (TwVO): Die Nitratwertw müssen niedriger sein, die Wasserhärte darf in Abhängigkeit vom Biertyp gewisse Werte nicht überschreiten.
Calcium
Es ist mit ca. 1,5% unseres Körpergeichtes, ein wesentlicher Bestandteil unseres Organismus. Das meiste ist in den Knochen und Zähnen gebunden, das freie Calcium ist für die Blutgerinnung und die Funktion der Nerven und Muskeln zuständig. Im Bier sind pro Liter 35mg enthalten.
Diätbier
Bier, bei dem die vergärbaren Kohlenhydrate möglichst weit vergoren wurden, so dass es auch von Diabethikern genossen werden kann. Der Alkoholgehalt muss dem eines vergleichbaren Bieres entsprechen, also bei einem Diät-Pils ca. 5 Vol.-Prozent betragen. Diätbiere müssen also einer Alkoholreduzierung unterworfen werden.
Doppelbock
Ein besonders starkes Bier, das mit einer Stammwürze von mindestens 18% eingebraut wurde.
Dortmunder
Helles, untergäriges Exportbier aus Dortmund. Früher beliebte Biersorte, stärker eingebraut, weniger gehopft als das normale Pilsener.
Dunkle Biere
Eingebraut unter Verwendung von Malzen mit dunkler Farbe bzw. von Röstmalzextrakten. Zeichnen sich durch einen kernigeren, malzbetonteren, aber nicht brenzligen Geschmack aus.
Dünnbier
Vor allem in Kriegs- und Notzeiten hergestelltes bier mit gerinegm Stammwürze- und Alkoholgehalt. Heute würde man es als Einfachbier bezeichnen.
Eisbock
Bei Eisbock handelt es sich um ein Bockbier, dem durch Gefrieren Wasser entzogen wird. Dieses Verfahren wurde unter anderem in den Vereinigten Staaten als Ice-Rifing populär.
Enzyme
Hochmolekulare Eiweisstoffe, die als Biokatalysatoren bestimmte chemische Reaktionen erst ermöglichen bzw. diese stark beschleunigen.
Ester
Bei der Gärung entstehende, oft fruchtige bzw. würzige flüchtige Geschmackskomponenten.
Exportbier
Untergäriges Vollbier, mit über 12,5% Stammwürzegehalt. ist in der Regel weniger ghopft folglich etwas milder und süsslischer im Trunk
Fassbier
Rund 25% des Bierausstoßes wird in Fässern abgefüllt. Heute werden die Fässer aus Edelstahl gefertigt und haben bis auf wenige Ausnahmen die Holzfässer vollkommen ersetzt.
Filtration
Entfernung der restlichen Hefezellen sowie von Eiweiss und Trubbestandteilen zur Sicherstellung der gewünschten Glanzfeinheit sowíe der Haltbarkeit. In den meisten Fällen werden hierzu Kieselgurfilter eingestzt, neuerdings auch Membranfilter.
Flöte
Nennt man ein Bierglas mit geraden Wänden und kleinem Durchmesser. Es ist ein typisches Glas für Kölsch.
Gambrinus
Sagenhafter Bierkönig und oberster Ritter vom Bier. Die Fama verherrlicht Gambrinus als König von Flandern und Brabant(1536), in einer anderen Version leitet sich sein Name von Jan Primus her, einem im Jahr 1251 geborenen burgundischen Fürsten.
Gärung
Bei der Gärng wandelt die Hefe im Stoffwechselprozess den Malzzucker der Würze in Alkohol, Kohlensäure und Wärme um. Seit den Entdeckungen von Louis Pasteur, publieziert 1876, kennt man die Hefe als Gärungsorganismuen aus der Luft in die Würze.
Gold-Biere
Sehr milde und weiche Biere mit sehr niedrigen Bitterstoffgehalten.
Gushing
Plötzliches Entweichen der Kohlensäure aus dem Bier beim Öffnen der Flasche plus starkes Überschäumen.
Haltbarkeit
Die Haltbarkeit des Bieres hängt ab von den eingesetzten Rohstoffen, der Technologie bei der Herstellung sowie der Technik bei der Abfüllung und den Bedingungen bei der Lagerung nach der Abfüllung (Wärme und Licht), aber auch von den hygenischen Verhältnissen in der Brauerei.
Hefe
Grundsätzlich unterscheidet man untergärige (Saccharomyces calbergensis) und obergärige Hefe (Saccaromyces cerevisiae). Die untergärige Hefe setzt sich am Ende der Gärung, die bei Temperaturen von bis zu 15 C abläuft, am Boden ab, die obergärige bildet verstärckt Sprossverbände und steigt während der Gärung an die Oberfläche des Jungbieres. Die Vergärung erfolgt hier bei Temperaturen von bis zu 20 C und darüber hinaus. Die einzelnen Hefestämme unterscheiden sich vor allem in der Bildung der über 300 flüchtigen und nichtflüchtigen Gärungsnebenprodukte (höhere Alkohole, Ester, Aldehyde, Ketone, Säuren)
Hefeweizen
Massig gehopftes obergäriges Bier mit viel Kohlensäure. Typisch ist sein erfrischend spritziger und leicht heftiger Geschmack.
Hopfen
Fachleute sagen,er sei die Seele des Bieres. Er verleiht dem Bier sein würzig-herbes Aroma. Rechtsdrehende Kletterpflanze aus der Familie der hanfartigen Gewächse. Für die Bierbereitung werden nur die weiblichen Hopfenpflanzen verwendet. Man unterscheidet in Aroma- und Bitterhopfen. Rund 150 Einzelsubstanzen bringt der Hopfen ins Bier ein (ätherische Hopfenöle, Hopfenbitterstoffe, Hopfenaromasubstanzen). Der wichtigste Inhaltsstoff des Hopfens ist das gelbe Lupulin. Eingesetzt wird der Hopfen als Doldenhopfen (Rechtswassergehalt von 10 Prozent), als Pellets oder als Extrakt (Kohlenstoffdioxid-oder Alkoholextrakt). Hauptanbaugebiete sind in Süddeutschland, Bayern und BadenWürttemberg.
Inhaltsstoffe
Im Bier enthalten sind Kohelenhydrate, Eiweiß, Kohlensäure, Alkohol, verschiedene Mineralstoffe sowie Vitamine und Wasser. Insgesamt wurden ca. 2000 verschiedene Substanzen im Bier nachgewiesen.
Jungbier
Als Jungbier bezeichnet der Bauer das Zwischenprodukt nach der Hauptgärung, das dann bei tieferen Temperaturen um den Gefrierpunkt mehrere Wochen im Lagerkeller reift und sich mit Kohlensäure anreichert. Unerwünschte Aromasubstanzen werden ebenfalls ausgetrieben. Die Lagerung umfasst zirka vier bis sechs Wochen.
Kalorien
Normales Pils enthält in der Regel nur 430 kcal/kg. Davon entfallen 280 kcal/kg auf den Alkohol.
Kellerbier
Bierspezialität aus dem fränkischen Raum. Dabei handekt es sich um ungespundete (ohne Kohlenstoffdioxid anreicherung bei der Lagerung), helle oder dunklere Märzenbiere, mal mit mal ohne Rauchcharakter.
Kieselgur
Pulverförmiges Filterhilfsmittel, das aus den Fossilien einzelliger Kieselalgen (Diatomeen) gewonnen wird.
Klosterbier
Dem aus Hafer gebrautem Alltagsgetränk (Cervisa) versuchte man durch Zusatz von Honig, Gewürzen und Bitterstoffen einen besseren Geschmack zu geben. Es war das Tagesgetränk der frommen Mönche.
Kölsch
Ist ein helles, obergäriges Vollbier mit besonderer Betonung des Hopfencharakters. Kölsch ist eine reine Herkunftsangabe, die Herstellung ist auf den Kölner Raum beschränkt.
Kristallweizen
Blank filtriertes Weizenbier, früher: Champagner-Weizen.
Kühlung
Sie spielt im Bauprozess eine wichtige Rolle. Zunächst muss die heisse Würze auf Anstelltemperatur gebracht werden(Start der Gärung durch Zugabe von Hefe). Dann benötigt man die Kühlung während der Gärung und der Lagerung sowie bei der Filtration. Vor der Erfindung der künstlichen Kühlung durch Carl von Linde im Jahre 1873 war man auf natürliches Eis angewiesen, das man aus Eisweihern oder mittels Eisbalken gewann. Im Sommer war bier brauen nicht möglich.
Lager
Aus dem Englischen übernommener begriff für helle untergärige Vollbiere ohne ausgeprägte Bittere.
Lagerkeller
Abteilukng, in der in Tanks das Bier zur Nachgärung bzw. zur Reifung bei sehr niedrigen Temperaturen (um 0 C) über mehrere Wochen gelagert wird.
Läutern
Nach dem Maischen werden das Wasser, in dem sich die aus dem Malz herausgelösten Extrakte befinden, und die festen Malzreste (Treber) im Läuterbottich voneinander getrennt.
Leichtbier
Biere mit einem um mindestens 40 Prozent geringeren Alkohol- und Kaloriengehalt als ein normales Vollbier.
Maischen
Beim Mischen wird das geschrotete Malz mit Wasser im Maischebottich vermischt, die festen löslichen und lösbaren Bestandteile des Schrotes in flüssige Form übergeführt. Dabei kommt es zum Abbau der Stärke, der Eiweissubstanzen sowie der Gummistoffe des Malzes in Abhängigkeit des Mischungsverhältnisses und der Temperaturführung.
Malz
Der Körper des Bieres wird hergestellt aus Gerste, Weizen, Roggen, Binkel Emmer(Flach-Weizen) Für die untergärigen Biere darf in Deutschland laut Rheinheitsgebot nur Gerstenmalz verwendet werden. Beim Mälzen wird der Prozess der Keimung des Kornes im Boden bis zu einem bestimmten Grad nachvollzogen. es erfolgt der Abbau von Stärke, Gerüst- Stützsubstanzen im Korninneren sowie Eiweissubstanzen, die dann beim Maischengelöst und weiter abgebaut werden, damit sie von der Hefe entsprechend aufgenommen und umgesetzt werden können.
Mälzen
Die Malzzuberitung dient dazu, die bei der Keimung entstehenden natürlichen Enzyme zu aktivieren.
Märzenbier
Ein Exportbier, das früher, als es noch keine künstliche Kühlung gab, kurz vor Ende der Brauperiode im März eingebraut wurde, um eine bessere Lagerfähigkeit und Haltbarkeit zu erzielen. Das untergärige Vollbier besitzt mindestens 13% Stammwürze und ist vollmundig mit betontem Malzaroma. Hauptsaison ist der März.
Medizinische Wirkung
Bier ist ein natürliches Produkt, erzeugt aus natürlichen Rohstoffen. Die gesunden und erhährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffe der Rohstoffe finden sie im Bier wieder. Die positiven Bier-Eindrücke - durststillend, anregend, Gemütlichkeit verbreitend, appetitanregend und nicht zuletzt wohlschmeckend - lassen sich durch die objektivierbaren physiologischen Wirkungen der Inhaltsstoffe des Bieres erklären.
Durstlöschung: Wasser und Mineralstoffe
Erfrischung: Kohlendioxid und organische Säuren
Entspannung und Anregung: Bitterstoffe und Alkohol
Geschmack und Geruch: Aromastoffe und Herbstoffe
Nährwert: Vitamine, Aminosäuren und Kohlenhydrate
Diät: Natrium- und Kohlenhydrat-Armut (Diät-Bier)
Bier gehört zu den alkoholärmsten Getränken, massvoll genossen wirkt es sowohl entspannend als auch anregend. Medizinisch, biochemische und physiologische Erkentnisse zeigen, dass verantwortungsvoller Biergenuss vor allem aufgrund folgender Biereigenschaften bekömlich ist
Grosse Wassermenge
Niedriger Alkoholgehalt
Hoher Extraktgehalt
Starke Pufferung, d.h. grosser Widerstand, den Bier einer Änderung der Wasserstoffionenkonzentration der Körpersäfte (Blut, Lymphe) und Gewebe entgegensetzt.
Molle
Nennen die Berliner das Becherglas, aus dem sie ihr Bier trinken.
Nachgärung
Jungbier gärt unter Druck in großen Lagertanks nach und reift. Bei diesem Prozess reichert es sich gleichtzeitig mit Kohlensäure an. Geschmackliche Abrundung des Bieres nach der Hauptgärung.
Obergärige Bier
Zu den obergärigen Bieren, gebraut mit obergärigen Hefen (Saccharomyces cerevisiae) zählen die Weizenbiere, die Alt- und die Kölschbiere. In Deutschland müssen alle Biere, die nicht ausschliesslich mit Gerstenmalz eingebraut werden, mit obergärigen Hefen vergoren werden. Es wird bei erhöhten Temperaturen von 20°C gegoren.
Pils
Helles, untergäriges Vollbier, stärker gehopft, mit betonter Bittere und gegebenfalls mit angenehmer Hopfenblume. Heute ist Pils in Deutschland das mit Abstand beliebteste Bier.
Porter
Nahrhaftes, dunkles, obergäriges, stark gehopftes und stärker eingebrautes Bier. Der Name leitet sich aus dem Englischen ab: porters= Lastenträger, die dieses Bier bevorzugten.
Pub
Ist ein englisches Bierlokal - Abkürzung von Public House = Wirtshaus.
Qualität
Die hohe Qualität der bayrischen Biere, liegt an der Verwendung reiner Naturprodukte: Gerste, Hopfen und Wasser, wie es das Reinheitsgebot von 1516 vorgibt.
Radler
Mischung aus untergärigem Bier mit Zitronenlimonade.
Raubier
Ist eine Bamberger Spezialität. Es ist ein untergäriges Bier, dessen Grünmalz auf der Darre über Buchenholzfeuer getrocknet wird. So nimmt das Malz den rauchigen Geschmack an, der das einzigartige Aroma verleiht.
Reinheitsgebot
Das am 23. April 1516 erlassene Gebot von den Herzögen Wilhelm IV und Ludwig X ist das älteste noch in Kraft stehende Lebensmittelgesetz der Welt. Es besagt, dass zur Bierbereitung nur Malz, Wasser und Hopfen verwendet werden dürfen. Später wurde noch die Hefe als vierter Rohstoff hinzugenommen. Von deren Bedeutung hatte man 1516 noch nichts gewusst-
Schankbier
Bier mit einem Stammwürzegahlt von mindestens 7,0 Prozent und weniger als 11,0 Prozent.
Schaum
Die Bildung des Schaums erfolgt beim Einschenken des Bieres durch die sich in grosser Zahl entwickelnden Kohelenstoffdioxid- Bläschen,aber auch durch die mitgerissene Luft. diese Bläschen reichern sich beim Aufsteigen in der Flüssigkeit an ihren Grenzflächen mit oberflächenaktiven Substanzen (hochmolekulare Eiweissabbauprodukte, Hopfenbitterstoffe, Melanoidine, Polyphenole) des Bieres an und bilden so den Schaum.
Schwarzbier
Sehr dunkles Bier mit einem ausgeprägten Röstmalzcharakter, manchmal auch unter Verwendung von Zuckerkulör eingebraut.
Sieben-Minuten-Pils
Überholte ansicht über das perfekt eingeschenkte Pils. In der Regel schenkt man zügig bis gut über die Hälfte des Glases mit Bier ein und setzt nach der Reduzierung des Schaumvolumens dem Glas die Schaumkrone auf. Das dauert normalerweise drei Minuten.
Stammwürzegehalt
Der Gehalt der ungegorenen Ausschlag- bzw. Anstellwürze, aus der das Bier hergestellt ist, an löslichen Stoffen (Malzzucker, Eiweiss, Vitamine, Aromastoffe) in Gewichtshundertteilen. Er wird laut vorläufigem Biergesetz aus dem Restextraktgehalt und dem Alkoholgehalt des Bieres errechnet.
Ist gleich dem Extrakt der Bierwürze. Er wird in Prozenten gemessen und ist nicht mit dem Alkoholgehalt zu verwechseln.
Starkbier
Biere mit einem Stammwürzegehalt von über 16 Prozent werden als Starkbiere bezeichnet.
Stout
Heute üblicher Name für das frühere Porter Bier. Es wurde damals hauptsächlich von den Lastenträgern (Porters) getrunken. Obergäriger, röstmalzorientierter Dunkelbiertyp aus Grossbritannien.
Sudhaus
Gebäude in dem die Anlagen und Maschinen aufgestellt sind, die zur Herstellung der Bierwürze benötigt werden. Wird auch als Herz der Brauerei bezeichnet. Hier wird gamaischt (Maischbottich), geläutert (Läuterbottich oder Maischefilter) und gekockt Sudpfanne.
Trappistenbier
Belegische Spezialität. Darf nur in Klosterbrauereien gebraut werden. Reift wie Champagner in Flaschen und ist bis zu fünf Jahren haltbar.
Treber
Feste Malzrückstände (besonders die Schalen der Getreidekörner), die nach Abfließen der Würze im Läuterbottich verblieben ist. Sie werden als nahrhaftes Viehfutter oder zum Brot backen verwendet.
Tulpe
Typische Form eines Glases für Biere vom Pilsener Typ. Der Schaum hält sich in solchen Gläsern besonders gut.
Untergäriges Bier
Statt obergäriger Hefe wird bei niedrigen Temperaturen untergärige Hefe zugesetzt. Die Gärung dauert bei 4-9°C circa acht Tage. Pils, Export, Märzen usw.
Vollbier
Ein Bier mit einer Stammwürze von 11 bis 16% Rund 95% aller in Deutschland gebrauten Biere gehören zu dieser Gattung.
Wasser
Körper des Bieres. Zur Herstellung von 1 hl Bierwürze werden 1,4 hl Wasser benötigt. Ist das Wasser zu hart, darf es nach den Vorschriften der Trinkwasserverordnung enthärtet werden. Dabei geht es in erster Linie um den Entzug des natürlich enthaltenen Gipses und Kalkes.
Weizenbier bzw. Weisbier
Obergärige Biersorte, deren Malzanteil zu über 50 Prozent aus Weizenmalz bestehen muss.Meist in der Flasche gereift, zeichnen sich diese Biere aus durch ein fruchtiges Aroma (Banane, Pfirsich), oft auch mit zarter Nelkennote.
Würze
Im Brauwasser lösen sich beim Maischen die für das Brauen notwendigen Bestandteile des Malzes - aus Wasser wird sodie Würze.
Xanthohumol
Ein im Hopfen enthaltener Wirkstoff kann auf Grund seiner antioxidativen Eigenschaften freie Radikale unschädlich machen und trägt so zur Gesunderhaltung der Körperzellen bei.
Zapfen
Das legendäre 7-Minuten Pils ist überholt. Ein zügig gezapftes Pils hat mehr Kohlensäue und schmeckt somit besser und frischer - und das in nur etwa zwei bis drei Minuten.
Zwickel
Kleiner Auslaufhahn an Gär- und Lagertanks zur Entnahme von Proben.
Zwickelbier
In der Regel untergäriges Bier, das ohne Filtration direkt vom Lagertank auf die Flasche gezogen wird, kräftiger, aromatischer als das filtrierte Pendant.