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Die Weißwurst

Wir erklären Ihnen wie Sie die Weißwurst richtig essen und warum sie vor 12 Uhr gegessen werden muss!

Die Bayerische Weißwurst

Nicht-Bayern beäugen sie oft recht argwöhnisch, sitzen ihr meist gegenüber und zerlegen sie dann mit derben Längs- und Querschnitten.Den Einheimischen läuft es allein beim Zuschauen eiskalt herunter. Ist die Weißwurst doch eine geradezu kultisch verehrte Leibspeise?

Wer sie erfunden hat

Der Legende nach soll es der Moser Sepp vom Münchner Gasthaus ''Zum ewigen Licht'' gewesen sein, der sie ins Leben gerufen hat. Da ihm die Schafsdärme für die Kalbsbratwürste ausgegangen waren, füllte er das Brät in Gedärm vom Schwein. Als dann am Sonntag die Gäste von der Kirche kamen, ließ er die dicken Würste servieren, nicht ohne anzumerken, dass man für die angesehenen Bürger etwas Besonders auf den Tisch bringe. Die Begeisterung war groß, auch der Fachmann, Metzgermeister Mannhart vom Thiereckgassl, beteiligte sich an der Unterhaltung, nur konstatierte er: ''Das Brät muaß an Biss ham, tua no was von de ogliesltn koibsknocha nei, n werns recht''
Und das tat auch der Moser Sepp. Auch Petersilie und abgeriebene Zitronenschale kamen dazu und verfeinerten das Zufallsprodukt. So kam die Wurst abermals auf den Tisch und fand schnell Beifall. Auch die ''reine weiße Farbe'' durch das Abbrühen der Wurst gefiel besonders. Damit hatte sie ihren Namen bekommen.

Das erste schriftlich dokumentierte Rezept der Weißwurst wurde allerdings in der Schweiz 1950 durch Züricher Metzgerverband fixiert. Für einen stolzen Bayern ist das natürlich ein herber Schlag. Nichts desto trotz ist sie identitätsstiftend und dient der territorialen Abgrenzung entlang der Donau zum feindlichen Preußen. Dem Weißwurst-Fan ist damit klar, nördlich des ''Weißwurst-Äquators'' wird diese Wurst weder richtig zubereitet noch gegessen.

Die Weißwurst soll das 12 Uhr-Läuten nicht hören!

Und gegessen wird sie nur am Vormittag, denn das 12 Uhr-Läuten darf sie nicht hören. Die Frische könnte darunter leiden- ''de wern letschert''. Zumindest war das früher so, denn die Weißwurst wurde als rohes Brät im Darm verkauft, ungebrüht und man hatte keine Kühlung. So verdarb die Weißwurst schnell. Diese alte Tradition hat man trotz modernem Kühlschrank beibehalten.

Wie man sie richtig isst!

Eine Weißwurst wird ''gezuzelt'' (ausgesaugt) und nicht mit dem Messer geschnitten... allerdings ist das nicht Jedermanns Sache. Auch eingefleischte Weißwurst-Fans greifen zu Messer und Gabel, aber ohne sie mit vielen Schnitten zu misshandeln. Die Beilagen sind genauso wichtig: süßer Hausmachersenf, rösche Brezen und unser frisches ''Der Postillion" Hefeweizen gehören mit auf den Tisch.

Eine Gebrauchsanleitung

Zum Schmunzeln über die feinen regionalen und kulturellen Unterschiede

Bayerisch:

1. Neman’s de Wuaschd in d’Finga.
2. Schdeggan se’s in Sempft.
3. Zuzln’s a bissal aus da Wuaschdhaut.
4. Obeschlugga
5. An Bissn Brezn noaschiam.
6. Mit Weißbier obeschwoam.

Schwäbisch:

1. Verschlinget Se des Würschtl mit dr Haut.
2. Wischet Se mit dr Brezl da Senf vom deller bisser blank isch.
3. Basset auf, dass Ihr koin Flegg auf da Bausparvertrag machet.

Preußisch:

1. Stechen Sie die Gabel ca. 2 cm vor dem Wurstende ein.
2. Schneiden Sie direkt vor der Gabel so tief ein, daß die Pelle noch an der Wurst klebt.
3. Stechen Sie nun die Gabel in das kurze Stück.
4. Drehen Sie mit einer eleganten Rechtsdrehung des Handgelenks die Wurst mit Hilfe der Gabel aus der Pelle.
5. Mit Mostrich bestreichen und essen.
6. Wiederholen Sie die Punkte 1. bis 5.

Nur für Nicht-Preußen:

Üben Sie diese Kunststück so lange zu Hause, bis Sie sich damit der Öffentlichkeit nicht mehr blamieren.

Chinesisch:

1. Gabeln Sie eine Wulst mit Stäbchen.
2. Steggel auf und einschieben.
3. Senfeln und Schlugg weg.