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Brauerei-Gasthof Hotel Post ***Superior
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Brauerei-Gasthof Hotel Post ***Superior › Post-Brauerei

Wie entsteht Bier?

Sie kennen es bestimmt: Hopfen und Malz, Gott erhalts. Selbst Martin Luther war ein bekennender Bierliebhaber. Aber wie entsteht der beliebte goldene Gerstensaft?

Hopfen und Malz, Gott erhalt's.

Fügt man dann noch etwas Wasser hinzu, müsste das Bier ja eigentlich von alleine entstehen. Bereits Martin Luther, ein bekennender Bierliebhaber, bemerkte zu seiner Zeit: "Wein ist Gottes Gabe, Bier ist Menschenwerk".

Gerste, besser gesagt, Braugerste ist eine zweizeilige Sommergerste mit niedrigem Eiweißgehalt. Aus ihr wird Malz hergestellt, indem der Mälzer die Körner in einem warmen Raum wässert und so zum Keimen bringt. Dabei entwickelt sich aus der Stärke vergärbarer Zucker, der später durch den Gärvorgang zu Kohlensäure und Alkohol vergoren wird.
Ist der Blatt- und Wurzelkeim sichtbar, kommen die Körner auf die Darre (Trockenvorrichtung), unter großer Hitzeeinwirkung wird ihnen die Feuchtigkeit fast ganz entzogen.

Das Darren bestimmt im Übrigen auch die Farbe des Bieres. Ob heller oder dunkler: das hängt von der Temperatur ab: helles Malz entsteht bei ca. 80 - 90C, dunkles bei 100 - 110C.

Das zu Schrot vermahlene Malz wird mit heißem Wasser im Maischbottich vermischt. Hier findet der eigentliche Brauvorgang statt. Enzyme im Malz verwandel bei ca. 62 - 64C die Stärke in Malzzucker, de sich im Brauwasser auflöst.

Anschließend kommt die Maische in den Läuterbottich und bleibt darin solange, bis sich die sogenannte Treber am Boden absetzt. Treber ist ein sehr eiweißreiches und geschätzes Viehfutter.

Die klare Würze fließt jetzt in die Würzepfanne. Waren es früher Kupferpfannenm sind es heute in den Brauerein Edelstahlpfannen. Hier bringt der Braumeister die Würze auf mehr als 100C. Das ist der Zeitpunkt, dem der Hopfen hinzugefügt wird. Die benötigte Menge hängt davon ab, welches Bier gebraut wird. Es wird unterschieden zwischen Aroma- und Bitterhopfen. Je mehr Hopfen, desto bitterer das Bier.

Ein weiterer Faktor ist der Härtegrad des Brauwassers. Weiches Wasser eignet sich besser für helle Biersorten, härteres Wasser für Dunkles.
Um die Würze wieder keimfrei zu bekommen und die Aromastoffe des Hopfens zu lösen, wird das Ganze ca. 2 Stunden gekocht. Zu diesem Zeitpunkt wird die Stammwürze des Bieres festgelegt. Das ist die Menge, der im Bier gelösten Extrakte.
Über eine Filteranlage werden Eiweißpartikel und Hopfenrückstände herausgefiltert. Der dabei entstandene Hopfentreber findet Anwendung in der Heilkunde.

Ist die Würze angekühlt, wird im Gärbottich entweder unter- oder obergärige Reinzucht-Hefe zugesetzt und dem Gärprozess überlassen. Hier spaltet sich der gelöste Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure auf.

Die Hefeschicht wird nach dem Gärvorgang entfernt und das Jungbier ist fertig. Es muss aber noch einige Wochen oder mehrere Monate reifen, bis es nach einer weiteren Filterung in Flaschen oder Fässern abgefüllt wird.