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Schneeschuh-wandern
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Flutlicht an der Alpspitze
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Winter in Nesselwang
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Skifahren
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Brauerei-Gasthof Hotel Post ***Superior › Freizeit › Winter-Bergerlebnis

Schneeschuh wandern - im Einklang mit der Natur

von Sabrina Hoffacker am 16.10.2011

Geh' langsam, lass' dir Zeit, dich mit den Besonderheiten des Weges zu befassen. Das Schneeschuh-GEHEN wurde eigentlich dafür erfunden, den Weg zu genießen.

Die Technik des Schneeschuhgehens ist leicht und schnell erlernt. Dennoch wird man sich immer wieder auf neue (Schnee-)Verhältnisse - eisige, weiche, harschige, pulvrige - einstellen müssen. Das Spuren - man sinkt ja doch unterschiedlich tief ein! - verlangt ungleich mehr Kraft und Trittsicherheit als das normale, sommerliche Wandern - auch die Routenwahl sollte auf die Kondition abgestimmt werden. Ein leichter 2.000er, den man im Sommer spielend erreicht, kann mit Schneeschuhen womöglich eine äußerst kraftraubende Angelegenheit werden.

Man legt die Schneeschuhe am besten kniend an, da man so den besten Halt und die größte Kraft hat, um die Riemen festzuziehen.

Die Riemen gehören fest angezogen, der Schuh - je nach Bindung - in der Mitte des Schuhs zentriert.
Hat man einmal die Schneeschuhe montiert, bleibt man am besten nach 10 Minuten noch einmal stehen, um zu kontrollieren, ob alles fest sitzt.

Das Schneeschuhgelände sollte mäßig geneigt sein, d.h. die Route bestenfalls über sanfte Rücken oder Mulden, Almen oder kupiertes Gelände führen. Eine reizvolle Route kann aber auch über ebenen Grund verlaufen. Schneeschuhe sind für steile Hänge ab 30 Grad Neigung generell ungeeignet. Kurze Steilstufen sind für Moderns oder sportliche Classics kein Problem, wenn auch anstrengend.

Vorsicht: Im Winter sehen auch bekannte Wege anders aus als im Sommer oder sind unter der dicken Schneedecke gar nicht als Wege erkennbar. Die meisten Markierungen liegen unter Schnee vergraben, schneebedeckte Zweige verdecken Baummarkierungen, Wegführungen lassen sich manchmal nur erahnen. Hier ist dann ein ordentliches Maß an Orientierungssinn, Kartenlese-Technik, Gespür fürs Gelände, Routine im Umgang mit Kompass und Höhenmesser sowie Mut zur Umkehr gefragt.

Das Begehen von eisigen und felsigen Passagen verlangt ebenso hohe Aufmerksamkeit wie im Sommer.

Schritttechnik:
Normales Gehen: Auf ebenem Gelände, sanft bergab oder bergauf unterscheidet sich das Gehen mit Tellern kaum von dem im Wohnzimmer. Die Schritte werden gleichmäßig und parallel gesetzt, deren Breite bestimmt allein die Breite der Schuhe. Classics verlangen aufgrund ihres größeren Umfangs der Schuhe meist eine breitere Gehweise, Moderns wie hier abgebildet lassen eine "schmalspurige" Schrittfolge zu.

Duck-Step: Im steilen Gelände wird der Entengang (Duck-Step) angewandt, um sich nicht auf die eigenen Schuhe zu steigen. Je steiler nun das Gelände, desto breiter diese V-Stellung! Wichtig, bei jedem Schritt fest aufzutreten, damit die Harscheisen greifen. Die Stöcke sollten außerhalb der Schneeschuhe aufgesetzt, das Körpergewicht beim Besteigen des Hanges über den Schneeschuhen zentriert werden.
Kick-Step: Bei der sog. Seitenschritt-Technik (Treppenschritt oder Kick-Step) wird seitlich, also im rechten Winkel zum sehr steilen Hang aufgestiegen, der Körper aufrecht gehalten, der Gipfel des Hanges anvisiert. Auch hier wieder: Fest auftreten!

Line-Step: Beim Überqueren eines Hanges wirst du selten eine, deinem Können angemessene Schneeschuh-Spur vorfinden, weshalb du dir selbst die richtige Linie überlegen musst - die eigene Kondition, die Tiefe des Schnees und deine Schrittweite bestimmen die Weite der S-Kurven. Je langgezogener die Serpentinen, desto mehr Kraft spart man, je direkter desto anstrengender. Bei genügend tiefem Schnee wird parallel zum Hang ein Schneeschuh vor den anderen gesetzt - Line-Step.
Flight-Step: Bei Harsch und Eis besteht akute Abrutschgefahr! Nordseitig vereister Harsch kann in Steilhängen und Abbrüchen akute Lebensgefahr bedeuten! Bei Hangneigungen ab 34° und ungünstigen Schneeverhältnissen herrscht überdies Lawinengefahr. Dann besser den Hang umgehen oder gar die Tour abbrechen = Flucht- oder Flight-Step ;-).

Glide-Step: Bergab lässt man sich mit leichter Rückenlage und etwas angewinkelten Knien gerade bergab in die Schneeschuhe fallen, was einen schnellen und angenehmen Gleitschritt (Glide-Step) ergibt. Bei hartem Schnee wird dieser Schritt allerdings nichts nützen, dann heißt es kurze, kleine, aber feste Tritte zu setzen. In Steilhängen Schneeschuhe abnehmen und die Steigeisen montieren.

Auf steinigem oder felsigem Untergrund sollte die Verwendung von Schneeschuhen in Rücksicht auf ihre Haltbarkeit vermieden werden, da dies schnell zu Abnützungserscheinungen führt. Falls streckenweise auf mehr als 0,4 Kilometern keine brauchbare Schneedecke vorzufinden ist, also nicht mindestens 10 cm Schnee liegt, solltest du die Schneeschuhe am Rucksack montieren und per pedes weitergehen.
Vor allem auf Forststraßen empfiehlt es sich, NICHT in den vereisten Radrinnen zu gehen, sondern den tiefen Schnee daneben zu benutzen. Du wirst sehen, es ist auch ein viel angenehmeres und rhythmischeres Gefühl durch den Tiefschnee zu waten als in den brettlharten Spuren anderer Fortbewegungsmittel. Dasselbe gilt auch für Ski-Aufstiegsspuren: Erstens erleichtert es den Aufstieg keineswegs, wenn man diese viel zu engen Rinnen benutzt, andererseits beschädigt man die Spuren der Skitourengeher, die es ungleich schwerer haben, eine neue Spur zu legen - deshalb die Regel: Störe die Spuren und Kreise anderer Leute nicht.

In der Gruppe wechselt man sich im Spuren ab (der erste tritt dabei nach einiger Spurarbeit einen Schritt zur Seite, lässt die anderen vorbei und schließt sich hinten wieder an. Die Wechselfrequenz richtet sich nach Kondition, Schneeverhältnissen, Größe der Gruppe etc., in der Regel aber alle 7-12 Minuten).

Tipps für naturverträgliches Schneeschuhgehen (nach den Regeln des DAV)
Markierungen und Hinweise beachten
Ruhezonen und Schutzgebiete für Wildtiere respektieren, Futterstellen umgehen, Lärm vermeiden.
Lebensräume erkennen: Dem Wild nach Möglichkeit ausweichen. Wildtiere nur aus Distanz beobachten.
Richtige Zeitplanung: In den Lebensräumen der Wildtiere auf Gipfeln, Rücken und Graten nur zwischen 10 Uhr bis 16 Uhr unterwegs sein.
In Waldgebieten auf Forst- und Wanderwegen bleiben. Auf keinen Fall kreuz und quer durch den Wald laufen. Nicht durch Aufforstungen und Jungwald gehen.
Am besten im Bereich der üblichen Skirouten bleiben. Aufstiegsspuren der Skifahrer jedoch nicht beschädigen.
Umweltschonend anreisen: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, Fahrgemeinschaften bilden.Wenn doch mit dem Auto: Ausgewiesene Parkplätze benutzen, keine Zufahrten blockieren. mitzunehmen.

Gefahrenbereiche wie Lawinenhänge begeht man prinzipiell einzeln.
Wann und wo lauert Lawinen- und Schneebrettgefahr?
Bei Altschneedecken, die eine Gleitschicht für Neuschnee bildet,
bei einer Hangsteilheit ab 35° (Fast 90 Prozent aller Schneebrettabgänge finden bei einer Hangneigung von 35° statt)
bei überwiegend ostseitig eingewehtem Triebschnee, speziell in Gipfel- und Kammnähe,
bei nordseitig unvollständiger "Setzung" des Schnees auf Grund niedriger Temperaturen.

Nach der Tour gehören Schneeschuhe genauso gepflegt wie Schuhe und Ski. Am besten mit lauwarmem Wasser abspülen und trocken lagern, um Eisenteile wie Harscheisen, Schrauben etc. nicht dem Rost zu überlassen.

Jetzt haben Sie alle wichtigen Informationen! Auf zur Alpspitz....
Viel Vergnügen
Ihr Karl Meyer mit Familie